Die Erfinder berichten:
Peter Schröter 
...Die Verbindung  von Atem und Wasser erwies sich als Schlüssel zu einer anderen Welt. Während der Ausbildung im Gentle Dance 1980 bei John Graham gingen wir ins warme Wasser einer Therme und bewegten uns, einer aktiv, der andere passiv: sanftes Halten, Wiegen, am Kopf durch das Wasser ziehen. So wenig da getan wurde, so viel löste es aus. Davon fasziniert, spielte und übte ich mit Freunden im Wasser, bis einer von ihnen einmal eine Nasenklemme mitbrachte welche das Eindringen von Wasser in die Nase wirkunsvoll verhindert. Jetzt war es möglich, den anderen unter Wasser zu bringen. Je länger die Phasen unter Wasser wurden, desto mehr entspannten sich die Menschen, mit denen ich meine erste Erfahrungen  unter Wasser sammelte. ich spielte mit verschiedenen Rhythmen des Auf- und Untertauchens und verschiedensten Bewegunsgformen. 1987 begegnete ich Arjana Brunschwiler. Wasser diente dazu, sich aufeinander einzuschwingen, miteinander warm zu werden, und es schuf eine Atmospähre von Vertrauen und Hingabe. Durch das Gehaltenwerden in einer vertrauensvollen Beziehung lösen sich Blockierungen, und der Klient kann sich bewußt mit einem Zustand verbinden, der ihm aus frühester Kindheit vertraut ist.Von entscheidender Bedeutung erwies sich bald der Augenblick, in dem ein Klient unter Wasser gebracht wird. Bei Menschen die damit unangenehme Erinnerungen verbinden, ist es nötig, wesentlich länger an der Wasseroberfläche zu arbeiten. In diesem Zusammenhang machten Arjana und ich Bekanntschaft mit WATSU (WasserShiatsu), einer von Harold Dull entwickelten Wasserarbeit mit einem Ablauf von Bewegungen an der Wasseroberfläche. Arjana ließ sich bald darauf von Harold Dull zur ersten Schweizer WATSU-Lehrerin ausbilden.
Bald unterrichteten wir erste Wasserratten in einem Verfahren, das wir als eine glückliche Verbindung von Ästhetik, Spiel und Therapie verstanden und WasserTanzen (WATA) nannten.

Beinaikido

 

 

 

 

 

 

Arjana Brunschwiler
Die Begegnung mit Peter Schröter im Sommer 1987 brachte eine große Wende in mein Leben. Die gemeinsame Freude an Bewegung und Tanz verlagerten wir ins Wasser. Ich war das ideale WasserTanzen-Modell, ließ mich mit Begeisterung und Leichtigkeit bewegen und scheute mich nie, mit dem  Kopf unter Wasser zu gehen.Im Gegenteil:je länger desto besser! Da ich beweglich bin, ließen sich spielend immer neue Formen und Figuren erfinden; oft ergaben sich neue Bewegungsabläufe wie von selbst. Mit großer Verwunderung stellte ich beim WasserTanzen bald fest, wie schnell und mühelos ich durch das harmonische Bewegtwerden unter Wasser in einen tiefen Zustand der stillen Meditation gelangte. Durch genaues Hinschauen lernte ich während der Experimentierphase drei grundsätzliche Seinszustände zu unterscheiden:
dem Festhalten, der Selbstaufgabe und der Hingabe. In dieser Phase war ich die Empfangende. Den aktiven Part des Gebenden zu übernehmen, kam mir nicht in den Sinn. Für mich war das Ausüben der Bewegungsabläufe zu Beginn nicht von Bedeutung. Unter Wasser konnte ich den mir vertrauten Seinszustand des Festhaltens mühelos und vollständig in ein Loslassen umwandeln. Seit der Geburt von WasserTanzen sind nun einige Jahre vergangen.Wir konnten beobachten, dass yang-betonte Menschen, die ihr Leben gut im Griff haben, im Wasser erst einmal feststellen, daß es gar nicht so einfach ist, Arme,Beine, Kopf und die Atmung loszulassen. Yin- betonte Menschen dagegen, die rezeptiv durch das Leben gehen, überspringen oft den Teil des Festhaltens und laufen eher Gefahr, sich in der Entgrenzung aufzugeben.
In einem jahrelangen Prozeß gelang es uns, unser Verfahren dahingehend zu verfeinern, daß Klienten und Trainingsteilnehmer heute mit Bewußtheit und Selbstverantwortlichkeit an diese Themen herantreten. So wie wir WasserTanzen heute weitergeben, lehrt es, Grenzen zu ziehen, diese zu respektieren, um sie schließlich gefahrlos erweitern zu können.
Wenn dieser Unterschied einmal verstanden ist, können wir im Wasser entdecken, wie aus der Hingabe schließlich Freiheit entsteht.

Seit 2001 beteiligt  sich an der  Weiterentwicklung von WasserTanzen, auch Vol Aquatique oder Waterdance genannt,  ein internationales Team von hoch qualifizierten und engagierten WasserTanzen – Lehrern: